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Bakteriostatisches Wasser: Zusammensetzung, Kennzeichnung und Verwendung in der Forschung

Bakteriostatisches Wasser — im Netz meist kurz BAC Wasser genannt — ist Wasser für Injektionszwecke mit Benzylalkohol als Konservierungsmittel, in der USP-Monographie mit 0,9 % (9 mg/ml) angegeben. Der praktische Unterschied zu sterilem Wasser liegt nicht im Zustand bei der Abfüllung, sondern darin, was nach dem ersten Anstechen geschieht — und genau daran hängt die Frage, wie oft eine Durchstechflasche verwendet werden kann. Diese Seite erklärt die Zusammensetzung, die Angaben der Kennzeichnung und die Abgrenzung zu benachbarten Produkten. Nur zu Forschungs- und Informationszwecken.

Was genau enthalten ist

Die Zusammensetzung ist bewusst schlicht: Wasser für Injektionszwecke und Benzylalkohol. Der Benzylalkohol ist kein Wirkstoff, sondern ein antimikrobielles Konservierungsmittel. Er hemmt das Wachstum von Bakterien, die beim Durchstechen des Gummistopfens eingetragen werden könnten — daher die Bezeichnung bakteriostatisch: wachstumshemmend, nicht abtötend. Ein bakterizides Produkt würde vorhandene Keime abtöten; ein bakteriostatisches hält deren Vermehrung auf.

Diese Unterscheidung ist der Grund für die gesamte Produktkategorie. Ohne Konservierungsmittel ist eine angestochene Durchstechflasche für die weitere Verwendung nicht mehr geschützt, weshalb steriles Wasser für Injektionszwecke als Einzeldosis-Behältnis gekennzeichnet ist. Mit Konservierungsmittel wird dieselbe Flasche zum Mehrfachdosis-Behältnis.

Drei Produkte, die regelmäßig verwechselt werden

In der Diskussion tauchen drei Bezeichnungen auf, und sie beschreiben nicht Varianten desselben Produkts, sondern drei verschiedene Flüssigkeiten:

  • Bakteriostatisches Wasser — Wasser plus Benzylalkohol 0,9 %. Kein Salz. Mehrfachentnahme möglich.
  • Physiologische Kochsalzlösung — Wasser plus 0,9 % Natriumchlorid. In der einfachen Form ohne Konservierungsmittel, also für die einmalige Entnahme.
  • Bakteriostatische Natriumchlorid-Lösung — enthält beides: Natriumchlorid und Benzylalkohol.

Dass auf zwei dieser Etiketten „0,9 %“ steht, ist der eigentliche Grund für die Verwechslung. Die Zahl bezieht sich einmal auf Benzylalkohol und einmal auf Natriumchlorid — gleiche Prozentangabe, völlig verschiedene Substanz.

Was die Kennzeichnung ausdrücklich einschränkt

Zwei Hinweise stehen so deutlich auf der Kennzeichnung, dass sie hier nicht fehlen dürfen. Erstens der Ausschluss für Neugeborene: Benzylalkohol-haltige Zubereitungen sind in dieser Population wegen der bekannten Toxizität nicht anzuwenden. Zweitens die Tonizität — das Produkt ist vor intravenöser Anwendung annähernd isotonisch einzustellen, und die Kennzeichnung warnt ausdrücklich davor, dass die Gabe ohne gelösten Stoff zu Hämolyse führen kann.

Beide Punkte sind Eigenschaften des Produkts und seiner Kennzeichnung, keine Handlungsanweisung dieser Seite. Welche Flüssigkeit ein konkretes Protokoll vorsieht, bestimmt dieses Protokoll und die Dokumentation der jeweiligen Substanz.

Verfügbarkeit außerhalb der USA

Ein Hinweis in eigener Sache, damit diese Seite niemanden in die Irre führt: Medibact verkauft bakteriostatisches Wasser ausschließlich an Kundinnen und Kunden in den USA. Es gibt hier also nichts zu bestellen, und diese Seite ist bewusst als Sachinformation und nicht als Verkaufsseite angelegt.

International verfügbar ist dagegen die digitale Peptid-Leitfaden-Bibliothek — Fachinformationen zu einzelnen Substanzen als Download, ohne Versand und damit ohne Länderbeschränkung.

Häufige Fragen

Was ist bakteriostatisches Wasser?

Bakteriostatisches Wasser ist Wasser für Injektionszwecke, dem Benzylalkohol als Konservierungsmittel zugesetzt ist — in der USP-Monographie mit 0,9 % (9 mg/ml) angegeben. Der Zusatz hemmt das Wachstum von Bakterien im Behältnis. Genau das unterscheidet es von sterilem Wasser für Injektionszwecke: Sterilität beschreibt den Zustand bei der Abfüllung, die bakteriostatische Wirkung beschreibt, was nach dem ersten Anstechen des Gummistopfens passiert.

Was bedeutet „BAC Wasser“?

BAC Wasser ist die gebräuchliche Kurzform für bakteriostatisches Wasser — „BAC“ steht für das englische Wort bacteriostatic. Gemeint ist dasselbe Produkt: Wasser für Injektionszwecke mit 0,9 % Benzylalkohol als Konservierungsmittel. Die Kurzform hat sich im deutschsprachigen Netz weitgehend durchgesetzt, auf der Kennzeichnung selbst steht sie nicht; dort finden Sie die vollständige Bezeichnung nach der USP-Monographie.

Worin unterscheidet sich bakteriostatisches Wasser von sterilem Wasser?

Im Konservierungsmittel und damit in der Anzahl der Entnahmen. Steriles Wasser für Injektionszwecke enthält keinen Konservierungsstoff und ist als Einzeldosis-Behältnis konzipiert — nach dem Anstechen ist der Inhalt für die weitere Verwendung nicht mehr geschützt. Bakteriostatisches Wasser ist ein Mehrfachdosis-Behältnis: der Benzylalkohol erlaubt mehrere Entnahmen aus derselben Durchstechflasche über einen begrenzten Zeitraum.

Ist bakteriostatisches Wasser dasselbe wie Kochsalzlösung?

Nein, und diese Verwechslung ist die häufigste in dieser Produktkategorie. Bakteriostatisches Wasser enthält Benzylalkohol und kein Salz. Physiologische Kochsalzlösung enthält 0,9 % Natriumchlorid (9 mg/ml) und in ihrer einfachen Form kein Konservierungsmittel. Die gleiche Prozentzahl auf beiden Etiketten bezeichnet vollkommen verschiedene Substanzen. Zusätzlich existiert als drittes Produkt bakteriostatische Natriumchlorid-Lösung, die beides enthält.

Warum steht auf dem Etikett ein Hinweis zu Neugeborenen?

Wegen des Benzylalkohols. Die USP-Kennzeichnung von Bacteriostatic Water for Injection trägt den ausdrücklichen Hinweis, dass das Produkt nicht bei Neugeborenen anzuwenden ist. Benzylalkohol-haltige Zubereitungen sind in dieser Population aufgrund der bekannten Toxizität kontraindiziert — das ist eine Eigenschaft des Konservierungsmittels, nicht des Wassers.

Warum muss es vor intravenöser Anwendung isotonisch gemacht werden?

Weil reines Wasser gegenüber Blut hypoton ist. Die USP-Kennzeichnung weist darauf hin, dass das Produkt vor der Anwendung annähernd isotonisch einzustellen ist, und warnt, dass die intravenöse Gabe ohne gelösten Stoff zu Hämolyse führen kann. In Forschungskontexten liefert üblicherweise die zu rekonstituierende Substanz selbst den gelösten Anteil.

Wie lange ist bakteriostatisches Wasser nach dem Anstechen haltbar?

Die in der Kennzeichnung solcher Mehrfachdosis-Behältnisse übliche Angabe liegt bei bis zu 28 Tagen nach dem ersten Anstechen, unter den dort genannten Lagerbedingungen. Maßgeblich ist immer die Kennzeichnung der konkreten Durchstechflasche und nicht eine allgemeine Faustregel. Zusätzlich gilt das aufgedruckte Verfalldatum für die ungeöffnete Flasche.

Wie wird bakteriostatisches Wasser gelagert?

Bei kontrollierter Raumtemperatur, vor Licht geschützt und ohne Einfrieren, sofern die Kennzeichnung nichts anderes angibt. Das Datum des ersten Anstechens sollte auf der Flasche notiert werden — es lässt sich der Flasche später nicht ansehen, und es ist der Bezugspunkt für die Verwendungsdauer.

Kann man bakteriostatisches Wasser selbst herstellen?

Nein. Die beiden Eigenschaften, auf die es ankommt — Sterilität und eine korrekt bemessene Konservierungsmittelkonzentration — entstehen durch pharmazeutische Herstellung unter kontrollierten Bedingungen und lassen sich außerhalb davon weder erzeugen noch überprüfen. Abkochen erzeugt keine Sterilität im pharmazeutischen Sinne, und Benzylalkohol lässt sich ohne analytische Kontrolle nicht zuverlässig dosieren.

Liefert Medibact bakteriostatisches Wasser nach Deutschland?

Nein. Bakteriostatisches Wasser von Medibact wird ausschließlich an Kundinnen und Kunden in den USA verkauft. Diese Seite ist deshalb bewusst als Sachinformation angelegt und nicht als Verkaufsseite. Was international verfügbar ist, ist die digitale Peptid-Leitfaden-Bibliothek — Fachinformationen als Download, die keinen Versand erfordern.

Ist dies eine medizinische Empfehlung?

Nein. Dieser Text ist Produkt- und Kennzeichnungskunde zu Forschungszwecken. Er enthält keine medizinische Beratung, keine Dosierungs- oder Anwendungsanweisung und keine Anleitung für den persönlichen Gebrauch.

Nur zu Informationszwecken — keine medizinische Beratung. Diese Seite fasst Informationen aus veröffentlichter Forschung und aus der Fachdiskussion zu Bildungszwecken zusammen. Er stellt keine medizinische Beratung dar und ist keine Empfehlung zur Anwendung irgendeiner Substanz. Genannte Mengen, Zeitpläne oder Kombinationen sind Beispiele dafür, was berichtet wurde, und keine Anweisungen für Sie. Viele der hier beschriebenen Peptide sind Forschungssubstanzen, die für die besprochenen Zwecke nicht arzneimittel­rechtlich zugelassen sind und deren Status je nach Land unterschiedlich ist. Wirkungen, Risiken und Rechtslage variieren; individuelle Voraussetzungen und Ergebnisse ebenso. Konsultieren Sie eine qualifizierte, zugelassene medizinische Fachperson, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Verwenden Sie diese Inhalte nicht zur Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Dosierung.